In New Orleans angekommen beschlich uns ein ungutes Gefühl. Wir hatten für zwei Nächte gebucht, da wir dachten, man brauche diese auch... Aber eins nach dem anderen. Am Abend als wir angekommen sind haben wir nichts groß mehr unternommen. Wir waren kaputt von der Fahrt und haben uns so im Hotel erholt. Am nächsten Tag hatte das Wetter leider total umgeschlagen. Hatten wir tags zuvor noch Sonne und gute 25°C, waren es nun noch 12°C kombiniert mit Regen und Wind. Von der Karte her betrachtet links gab es Schneestürme, rechts Hurricanes und wir waren genau in der Mitte davon... Was also tun? Wir entschieden uns dafür, trotz schlechten Wetters eine Plantage zu besichtigen. Die Südstaaten sind nämlich auch für Zucker- und Baumwollplantagen bekannt, eben so auch für Sklavenarbeit (wer denkt jetzt nicht an Fackeln im Sturm...). Eine Stunde außerhalb von NOLA, in Vacherie, liegt Lauras Plantation. Eine alte Zuckerplantage mit sehr viel Grundstück, einem sehr alten Herren- bzw. Damenhaus und ehemaligen Slavenbehausungen. Wir haben hier eine Führung mitgemacht und waren mehr als begeistert! Toll gemacht, keinen Akzent der es uns schwer gemacht hätte, den Guide zu verstehen, kleine Gruppe, TOP.
Von dort aus sind wir dann in die Stadt gefahren, haben uns Mardi Gras World angeguckt, eine Fabrik die für NOLA und Umland Karnevalswagen baut, um die 500 Stück pro Saison. Wahnsinn, Kölner Karneval ist Kindergarten dagegen!!!
Von da aus ging es ins French Quarter. Jeder der mal etwas über NOLA gehört oder gelesen hat, kennt auch das French Quarter. Wie der Name es schon sagt besteht es aus alten französischen Häuschen, teilweise sehr schön restauriert, teilweise auch so runterkommen wie sie alt sind. Leider hat das Viertel wohl seinen Charme in der Zeit verloren, in der man entdeckt hat, dass man mit Alkohol und Party auch Leute anziehen kann... So viel Lautstärke, Gestank und Touristen-Abzocke kennt man nur von Malle!
Schade
Wir hatten uns New Orleans etwas anders vorgestellt. Die Stadt gilt als Wiege des Cocktail und des Jazz. Musik und Alkohol gibt es viel in der Stadt, leider nur meist sehr sehr runtergekommen. Das hat dann auch nichts mehr mit Kult zu tun...
Von New Orleans ging es dann an der Küste entlang nach Montgomery, auf halber Strecke zu Atlanta.
Hier gerieten wir durch Zufall von der Interstate ab, fahren in Mississippi das Welcome Center an und bekamen erstmal eine Limo in die Hand, zusammen mit Infos über die Küstenstraße, die wir sodann in unsere Planung mit einbauten.
Ebenfalls um die Ecke lag das NASA Stennis Space Center, welches bekannt ist für seine Triebwerkstest. Es gab eine 30min Bustour durch das riesige NASA Gelände und viel Wissenswertes auf die Ohren. So muss Urlaub sein, spontan anhalten wo es einem gefällt :-)
Von dort weiter entlang der Küste durch sehr schöne kleine Küstenorte durch ging es auf direktem Wege, knapp 4h, nach Montgomery...








