Erste Tage auf der Straße
Geplant ist eine Reise, die ohne Planung auskommt. Wir haben uns ein paar Wegpunkte ausgesucht, die wir als interessant erachten, sollte dem nicht so sein oder wir doch noch eine Nacht mehr bleiben wollen, so sind wir hier flexibel.
Gestartet wird in Houston, Texas. Dann geht es weiter nach New Orleans - Louisiana, nach Atlanta - Georgia, Nashville - Tennessee um über Memphis nach Houston zurück zu kommen.
Nach der Ankunft in Houston, dem Gewirr der Gepäckausgabe und der anschließenden Autosuche bei Alamo, ging es auf direktem Wege nach Galveston Island, einer kleinen Insel die im Golf von Mexiko liegt. Auf der 1,5 stündigen Fahrt dorthin bekommt man einen ersten Eindruck der Weite der USA. 4 spurige Straßen pro Seite sind keine Seltenheit.
Dazu das Wasser auf der rechten Seite, über einem die Sonne, ein Traum :-)
Galveston selbst ist eine Mischung aus Fischereiindustrie, Tourismus und einige wenige schöne viktorianische Häuser. Hier, wie auch im Rest der besuchten Staaten fällt der Patriotismus zu den Kriegsveteranen sehr stark ins Auge. Von Denkmälern über Tafeln an Häuser und extra nach Veteranen benannten Straßen und Brücken ist alles vorhanden.
Galveston selbst genießt das tropische Klima von Texas, welches auch Houston zugute kommt, allerdings hier fließt noch die Seebrise mit ein, herrlich!
Als typische Touristenattraktionen fallen einem die drei weit sichtbaren Pyramiden ins Auge. Alle drei gehören zu einem Komplex, der durch einen Wasserpark mit dem typisch amerikanischen Namen „Schlitterbahn“ ergänzt wird. Pyramide 1 beherbergt einen tropischen Regenwald, mit allem was dazu gehört. Von den kleinen Spinnen und Schmetterlingen bis hin zu den Affen und Aras. Alles fliegt und hopst fröhlich vor sich hin ohne Begrenzung. So läuft einem der Affe über den Weg oder ein Vogel entledigt sich seiner Notdurft über einem...
Pyramide 2 ist von außen nicht einsehbar, da sie das örtliche Aquarium beherbergt. Zusammen mit einem Discovery Museum komplettiert sie das Bild.
Wir sind eine Nacht in Galveston geblieben um dann einen Großteil der Strecke nach New Orleans zu bewältigen. Zwischenstop war in Lafayette, einer doch interessanteren Stadt als anfangs angenommen. Wir haben durch die Dame an der Rezeption erfahren, was wir noch unbedingt machen sollen, Vermilionville, Tabasco und Jungle Gardens. Ersteres ist ähnlich dem kommener Freihlichtmuseum aufgebaut. Allerdings, nicht wie das deutsche Pendant über verschiedene Zeitepochen, sondern nur zur Zeit der Creolen. Louisiana ist bekannt als Südstaat der USA, besonderes Essen, besondere Einflüsse der Vergangenheit, die es zu dem gemacht haben, was es heute ist.
Diese Einflüsse stammen von den Creolen, die zum Teil afrikanischer wie auch französischen Ursprungs waren. Zusammen mit schönen Häuschen viktorianischen Stils entstand dieses Freiluftmuseum.
Tabasco kommt von Avery Island, wer eine Flasche zuhause hat, drauf schauen! Avery Island liegt unterhalt der Stadt Lafayette, allerdings nicht wie man zuerst denkt auf einer Insel. Der Name kommt daher, dass das komplette Anwesen auf Salzstein gebaut ist. Dieser wird hier auch raffiniert und zur eigenen Produktion der berühmten Tabasco Sauce benutzt. Die Fabrik konnte man besichtigen und sich, wie in allen amerikanischen Touriattraktionen in einem Gift Shop mit Dingen eindecken, die die Welt gar nicht braucht...
Jungle Gardens liegt ebenfalls auf dem Gelände. Eine Art Safari zum durchfahren, hier und da kann man aussteigen und sollte dies auch tun!
Vom verwucherten Urwald hin zum japanischen Garten mit Buddha Statue ist einiges zu sehen.
Von Lafayette ging es dann auf direktem Wege nach New Orleans, oder wie es die Einheimischen nennen, NOLA...






