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Freitag, 10. Mai 2013

Country Musik und die Begegnung mit Elvis


In Nashville angekommen haben wir uns endlich der amerikanischen Geschichte gewidmet, besser gesagt einem Präsidenten, Andrew Jackson. Etwas außerhalb der Stadt liegt sein ehemaliger Landsitz, auf dem er regiert hat und auf dem er auch gestorben und begraben ist.
The Hermitage liegt in der nähe der Interstate, sobald man die Einfahrt durch das weiße Tor passiert hat, ist man umgeben von perfekt gepflegtem Rasen. Begrüßt wird man, wohl an diesem Tag nur Zufall, von Kindern in alter Kleidung, die einem die verschiedenen Dinge des Museums und des Geländes gut auswendig gelernt aufsagen. Das sorgt hier und da immer für einen kleinen Schmunzler, denn die „Kleinen“ in den alten Klamotten sehen teilweise echt knuffig schräg aus...
Der komplette Rundweg über das Anwesen hat uns rund zwei Stunden in Anspruch genommen. Auf der Hälfte läuft man auf das alte Wohnhaus von Andrew Jackson zu. Hier wird man von einer Dame in altem Gewand begrüßt, die einem kurz die Geschichte erzählt und einen dann zum Hauptportal des Hauses schickt. Nun geht man von Zimmer zu Zimmer und in jedem steht eine Art Zeitzeuge und erklärt und beschreibt das Leben anno 1830. 
Neben den alten Sklavenbehausungen, die man besichtigt, bekommt man mithilfe eines Audioguides viele Infos über die Geschichte und das Leben der normalen Leute zur damaligen Zeit, ohne zuviel unnützes Wissen wie Jahreszahlen oder Geburtstdaten.

Nach diesem sehr interessanten Ausflug stand für mich ein weiteres Highlight auf dem Plan, SweetWise. Ein Shop im Industriegebiet von Nashville, der, wie der Name es vermuten lässt, etwas mit Süßkram zu tun hat. Es ist ein Backzubehör-Shop aller erster Klasse, zu normalen Preisen. Bekannt wurde/wird SweetWise vor allem durch eine Erfindung namens The Mat. Im Grunde genommen hat man zwei dickere Folien beschriftet mit Größenangaben, dazwischen kommt Rollfondant oder Marzipan und los gehts, ohne ankleben oder Zugabe von Puderzucker oder Stärke...
Wenn wir nicht zurück fliegen sondern fahren würden und ich nicht in gut drei Monaten schon in Dubai sein würde, wäre der Einkaufskorb voll gewesen. Für alle Interessierten: www.sweetwise.com

Da wird Downtown-technisch noch von NOLA geschädigt waren, wagten wir einen vorsichtigen Versuch in das Nachtleben von Nashville, es war einzigartig gut! Es gibt eine große Straße die den Kern bildet. Hier hat man Kultkneipe an Kultkneipe aneinandergereiht, aus allen dringt Country oder Folk Livemusik, überall gute Stimmung ohne billig rüber zu kommen. Hier kann sich NOLA wirklich eine Scheibe von abschneiden...
Wir sind nach einem Souvenirladen und einem Süßigkeitenladen (die dort frisch gemacht werden *YUMM*) im Margaritaville gelandet. Neben dem Getränk im Namen gibt es hier allerlei leckeres zu trinken aber auch zu essen. Natürlich auch mit Livemusik...
Da wir am nächsten Tag früh los wollten, da die Strecke nach Memphis und weiter nach Little Rock zu bewältigen war, sind wir bereits gegen halb zwei wieder im Hotel gewesen. Aber eins sei gesagt, sollte auf dem kommenden Weg noch mal ein Margaritaville liegen, werden wir da sicher wieder hingehen :-)

Nach knapp drei Stunden Fahrt am nächsten Tag ging es nach Memphis, der Stadt die dank Elvis einen boom erlebt (hat). Da wir hier nur auf der Durchreise waren, haben wir uns kurz gefasst. Graceland gilt als MUSS für jeden Touri, also haben wir den etwas erhöhten Preis in kauf genommen und uns knapp zwei Stunden dem Kult um den King of Rock‘n Roll hingegeben. Eins sei gesagt: Sollte man noch etwas aus einem Souvenir-Shop brauchen, so hat man hier mindestens vier Möglichkeiten, innerhalb weniger Meter Unnützes zu erstehen...
Die Tour beginnt mit der Begehung der beiden Flugzeuge, die eigens für Elvis umgebaut wurden, interessant ist dabei aber nur die größere der beiden. Man verzeihe mir aber ich habe mir nicht gemerkt, was für ein Modell es war. Die kleine war eine Lockheed, die große war vier-strahlig und sah aus wie eine alte DC-8. 
Danach ging es per Shuttlebus auf die andere Straßenseite, die Auffahrt hinauf und ins Haus, Graceland. Dank des Audioguides wurde man gut eine Stunde in und um das Haus geführt und hat so etwas vom King erfahren. Auch als nicht Elvis Fan gefällt das wirklich gut und man merkt, was diese Person alles geleistet hat.

Der Großteil des Urlaubs ist nun um. Wir müssen nun gut 9h Autofahrt gutmachen, von Memphis geht es zurück nach Houston, wo wir Montag wieder heim fliegen. Da wir keine neun Stunden fahren wollen, übernachten wir in Little Rock und am nächsten Tag noch mal in Shreveport. Kommen Samstag in Houston an, sodass wir den Sonntag für die Mall nutzen können :-)