Neben tollen Gästen war ich auch mit einem Traum von Crew gesegnet: Meine Economy Crew bestand nur aus vier Mädels und meinem Chef, allesamt sehr lustig, stets zu einem Späßchen aufgelegt und nicht auf den Mund gefallen, genau was man braucht, die Business Crew war ebenfalls sehr gut aufgelegt an diesem Tag und sogar das Cockpit, welches sich sonst gerne einmal in Distanz übt war hervorragend zu einem Schwätzchen aufgelegt.
Einige alkoholische Kaltgetränke später beschlossen zehn Partywütige aus aller Welt sich ins vietnamesische Nachtleben zu stürzen, was wir dann auch taten. Es folgten diverse Baraufenthalte, einige lustige Momente (in einer Spelunke gab es kein Pissoir für Männer sondern nur eine Rinne hinter der ein Flatscreen montiert war...) und zu guter letzt eine Fahrt in einem traditionellen Gefährt, in Thailand heißt es TukTuk, ich weiß nicht ob es dort auch so genannt wird: es ist quasi ein Fahrrad, nur dass anstelle von einem Vorderrad zwei da sind, in deren Mitte ein Sitz montiert ist, auf dem zwei Menschen bequem Platz haben...
Am nächsten Mittag ging es dann kulturell weiter. Stark dezimiert auf nur noch vier von zehn Leuten ging es in einem Bus quer durch Saigon, erst zu einer Behindertenwerkstatt, die den Menschen die von Agent Orange im Vietnamkrieg körperliche Schäden davon getragen haben, einen Job gab und dann weiter, durch schier endlose Wälder hin zu den CuChi Tunnels, in deren 200km langen Tunneln sich die Bevölkerung während des Krieges versteckt gehalten hatte.
Video zum ursprünglichen Einstieg in das Tunnelsystem...
Die Führung stellte sehr anschaulich dar, wie es der Bevölkerung gelang, auch aus dem kleinsten Müll den die Amerikaner übrig gelassen hatten, etwas für ihren Nutzen herzustellen. Zum Ende hin wurde die Gruppe auch in die Tunnel geführt, zum Glück nur ein kurzes Stück, ich bin einfach zu groß für diese Tunnel... Das Video verdeutlich das ...
Im Tunnelsystem, wenig Licht und noch viel weniger Raum...
Nach einer langen Rückfahrt ins Hotel, einer Massage im hoteleigenen SPA und gut einer Stunde Schlaf (von dem es in der vorherigen Nacht nur sehr wenig gab) ging es dann Abends wieder Richtung Dubai.
Das schöne an meinem Job ist, dass man jeden Tag neue Menschen kennen lernt, egal ob als Gast oder Kollege, aber genau das kann auch negativ sein. Der Hinflug ist meist noch sehr distanziert unter Kollegen, während der Rückflug sehr spaßig sein kann, wenn man vorher zusammen etwas erlebt hat. Dies ist einer der Gründe, warum ich Flüge mit mehreren Zwischenstops bevorzuge, nicht nur weil man mehr vom Land erleben kann sondern auch weil sich innerhalb der Crew Freundschaften ergeben können innerhalb von nur wenigen Tagen...
Da mir nächsten Monat mehr Beachtung bezogen auf meine Reisewünsche gewährt wird als sonst, hoffe ich auf einen Flug nach Seattle, Boston und einer Tour, die knapp neun Tage dauert (Dubai-Bangkok-Sydney-Christchurch-Sydney-Bangkok-Dubai)...
Ende April geht es auch schon in den Urlaub mit einer Freundin nach Florida, aber dazu im nächsten Eintrag mehr...



